Das Leben ist keine Daily-Soap

Jeder kennt diese Dinge, die eintreffen und die ganzen Pläne durcheinander werfen. Alles ist perfekt geplant und dennoch geht am Ende alles schief. Jedes mal denkt man, man lernt daraus und baut Puffer für Zwischenfälle ein und dann kommt etwas anderes Unerwartetes und wirft es dennoch durcheinander.

Ja, genau das sind die Dinge, die es spannend machen. Die das Leben zum Leben machen und genau das sind die Dinge, die man gern verflucht. Oft schon hat Frau sich gefragt, warum das Leben keine Daily-Soap ist. Die kennt sie schließlich, schaut sie täglich. Da gibt es Intrigen, Katastrophen und Happy Ends. Sie kennt sie alle. Aber das wahre Leben schreibt andere Geschichten. Im wahren Leben gibt es nicht die Schwiegermutter, die den Sohn an etwas hindern will und somit einen Zusammenbruch vortäuscht und den Arzt im Krankenhaus mit ein paar Scheinen besticht. Im wahren Leben sind es richtige Krankheiten, die dazwischen kommen, die nicht erfunden sind. Und das ist das wirkliche Schlimme, man kann nichts dagegen tun. Man ist kein Schauspieler, der das Drehbuch kennt und weiß, dass er alles noch wieder wenden kann.

Nein, das Leben ist keine Daily-Soaps und gegen Krankheiten, Katastrophen und Zwischenfälle gibt es kein Drehbuch was einem den Text diktiert. Kommt also ein Zwischenfall ins Leben, dann muss man oft erstmal schlucken. Frau sucht jemanden, der das alles manipuliert hat, denn es erscheint ihr doch, wie in der geliebten Daily-Soap. Wenn dann die Erkenntnis da ist, dass es das wahre Leben ist, dann kullern ein paar Tränen. Und dann blickt sie auf und denkt: wenn die Katastrophen, wie in der Soap passieren, dann vielleicht ja auch das Happy End?

29.12.2014
Bewertung 4/5

Das Leben macht den Schmutz

Es gibt sie diese Frauen, die wirklich gerne putzen. Die sauber machen, obwohl alles schon glänzt und blitzt. Dazu gehört nun genau diese eine Frau nicht. Denn wenn etwas sauber ist, dann ist es sauber und man muss nicht noch einmal rüberwischen. Sauberer als sauber? Geht nicht. Damit dennoch hier und da wieder gewischt, geschrubbt und Dreck abgekratzt werden kann, gibt es Schmutz-Beschaffungsmaßnahmen.

Schmutz-Beschaffungsmaßnahme eins ist dabei ganz klar: Kind (alternativ auch Mann oder auch in Kombination: Kind(er) und Mann). Der saubere Tisch wird mit Brei beschmutzt. Den Boden ziert eine Tee-Pfütze und das Fenster hat auch kleine Patschehändchen, die als Dekoersatz dienen. Alles kein Problem und alles mit einem Wisch auch wieder behoben.

Schmutz-Beschaffungsmaßnahme zwei: der Alltagsschmutz. Nicht dramatisch und nicht extra Nennenswert. Staub sammelt sich eben nicht nur auf schwarzen Gegenständen und der Abwasch macht sich auch nicht von allein. Auch dies ist kein Problem und ist in die Alltags-Woche gut mit eingebaut.

Problematisch und nervig sind lediglich Schmutz-Beschaffungsmaßnahmen Nr. 3: der Zufall, die eigene Tollpatschigkeit und alles was aus dem Nichts auftritt. Wenn dieser Fall auftritt, dann putzt man auch den Küchenschrank innerhalb einer Woche gleich zweimal. Man rast schneller als eine Löwin bei der Jagd, zum Holen von Lappen, Handtüchern oder Küchenrolle. Cola im Laptop. Ein Waschmaschinenschlauch, der tropft. Oder eben die Spüle, die überläuft, weil Gedanken, Kind und Frühstücksbrei einen abgelenkt haben.

Egal aus welcher Kategorie ein Fall auftritt, es ist großartig. Großartig für Frau, die nicht ohne Grund putzt. Großartig, damit dennoch immer alles sauber ist, blitzt und glänzt. In diesem Sinne: ein paar Katastrophen und damit geputzte Möbel weniger, könnten dem einen oder anderen Leben nicht schaden!

01.11.2014
Bewertung 3/5